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Politik, Wissenschaft und die Grünen

03.04.2025

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Donnerstag, 3. April 2025

Ungarn kündigt Austritt aus Internationalen Strafgerichtshof an 138
12:27 ZEIT Artikel

Ungarn kündigt Austritt aus Internationalen Strafgerichtshof an 138

Das teilte der ungarische Kanzleramtsminister Gergely Gulyas am Donnerstag während eines Besuchs des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Budapest mit. "Die Regierung wird das Austrittsverfahren am Donnerstag im Einklang mit dem verfassungsmäßigen und völkerrechtlichen Rahmen einleiten", erklärte Gulyas.

PRO ASYL: Die Türkei ist für Flüchtlinge kein sicherer Drittstaat 152
22:40 PRO ASYL Artikel

PRO ASYL: Die Türkei ist für Flüchtlinge kein sicherer Drittstaat 152

Das oberste griechische Gericht hat verkündet: Die Türkei ist für Flüchtlinge kein sicherer Drittstaat.

Atommüll: Castor-Zug wird in Bayern erwartet 144, 145, 133
05:48 ZDF Artikel

Atommüll: Castor-Zug wird in Bayern erwartet 144, 145, 133

Am späten Mittwochabend hatte der Zug das niedersächsische Nordenham verlassen. Der Zug mit sieben Castor-Behältern wird heute an seinem Ziel in Niederaichbach (Bayern) erwartet. Entlang der Strecke wollen Atomkraft-Gegner Kundgebungen abhalten. Die Grünen in Bayern144 fordern „mehr Schutz“ für die Zwischenlager, insbesondere im Hinblick auf die veränderte Gefährdungslage durch moderne Waffentechnologien. Zudem müsse die Suche nach einem Endlager „mit aller Kraft vorangetrieben werden“. Katharina Schulze, Vorsitzende der Landtags-grünen, wirft Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor, die Endlagersuche durch Blockaden im Bundesrat zu verzögern. Sie fordert die Union auf, Verantwortung zu übernehmen und die Sicherheitsrisiken aktiv zu verringern. Es gibt einen Ticker zu den Castor-Transporten145.

Mehr Konfessionslose als Christen 134
07:33 Spiegel Artikel

Mehr Konfessionslose als Christen 134

Erstmals in der Geschichte Deutschlands bilden Konfessionslose (47%) einen größeren Anteil an der Bevölkerung als Katholiken und Protestanten (zusammen 45%). Noch 1990 etwa lag der Anteil der Konfessionsfreien nur bei 22 Prozent. 

Deutschlandticket: Wohlfahrtsverband für Sozialticket 136
09:19 Deutschlandfunk Artikel

Deutschlandticket: Wohlfahrtsverband für Sozialticket 136

Beim Deutschlandticket muss es laut dem Paritätischen Wohlfahrtsverband eine einheitliche Variante für ärmere Menschen geben. Für sie sollte das Ticket für den öffentlichen Nahverkehr nur 25 Euro pro Monat kosten, statt der üblichen 58 Euro, forderte der Verband. Ein solches "Deutschlandticket Sozial" sei gedacht für Bürgergeld- und Sozialhilfeempfänger sowie Bezieher von Wohngeld, Kinderzuschlag und Grundsicherung im Alter, aber auch Asylbewerber. Zur Finanzierung schlägt er vor, klimaschädliche Subventionen abzuschaffen.

Niedrigere Spargel-Ernte 2024 137
10:19 dpa Artikel

Niedrigere Spargel-Ernte 2024 137

Bundesweit gab es 108.100 Tonnen Spargel und damit 3% weniger als 2023. Die Zahlen sind seit 2018 rückläufig. Destatis nennt 3% weniger Anbaufläche als Ursache für die geringe Spargelernte.

Verkehrsminister schaffen Fonds 140
11:51 FAZ Artikel

Verkehrsminister schaffen Fonds 140

Die Verkehrsminister der Länder haben auf ihrer Konferenz in Nürnberg einen Verkehrsinfrastrukturfonds beschlossen. Das auf Antrag von Nordrhein-Westfalen beschlossene Instrument soll dazu dienen, die Mittel aus dem von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Sondervermögen Infrastruktur von insgesamt 500 Milliarden Euro möglichst rasch und unkompliziert verteilen zu können. "Das ist eine klare parteiübergreifende Aufforderung der Verkehrsminister an die neue Bundesregierung", sagte NRW-Ressortchef Oliver Krischer.

Hamburg: SPD und Grünen einigen sich 142
15:41 dpa Artikel

Hamburg: SPD und Grünen einigen sich 142

SPD und Grüne in Hamburg haben sich bei ihren Koalitionsverhandlungen auf eine Beschleunigung der Planungsverfahren und mehr Bürokratieabbau geeinigt.

  • Es werden Maßnahmen zur Verkürzung der Genehmigungsverfahren wie einer Stichtagsregelung im Bund zustimmen
  • Zudem habe man mit den Grünen vereinbart, «dass wir den Artenschutz in den Vordergrund stellen und nicht den Einzeltierschutz». Damit soll künftig nicht mehr das Vorkommen «einer einzelnen Feldlerche» über die Realisierung eines Projekts entscheiden
  • Es schließe sich nicht aus, «dass wir beschleunigen, dass wir Bürokratie abbauen, dass wir wirklich in die Pötte kommen, aber gleichzeitig auch den Blick für Natur und Umwelt und Artenschutz nicht aus dem Blick verlieren», sagte die Zweite Bürgermeisterin, Katharina Fegebank
Absatz von Elektroautos legt zu
16:30 dpa Artikel

Absatz von Elektroautos legt zu

Der Absatz von Elektroautos in Deutschland hat im März deutlich zugelegt - die Zahlen des US-Elektroautobauers Tesla brachen dagegen weiter ein. Insgesamt kamen 42.521 batteriebetriebene Pkw (BEV) neu auf die Straße - laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ein Zuwachs um 35,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Anteil an allen Neuzulassungen lag bei 16,8 Prozent. Laut dem Beratungsunternehmen EY liegt das Plus bei den E-Autos vor allem am niedrigen Vorjahresniveau. Einen Elektro-Boom gebe es somit dennoch nicht.

Berichterstattung über Stefan Gelbhaar: Untersuchungskommission sieht schwere journalistische Fehler 143
17:08 ZEIT Artikel

Berichterstattung über Stefan Gelbhaar: Untersuchungskommission sieht schwere journalistische Fehler 143

Eine unabhhängige Untersuchungskommission hat dem RBB schwere journalistische Fehler und ein problematisches Vorgehen der Chefredaktion bei der fehlerhaften Berichterstattung über den Grünenpolitiker Stefan Gelbhaar attestiert. Der RBB veröffentlichte eine Zusammenfassung des 96-seitigen Abschlussberichts, der Gespräche mit 13 Mitarbeitenden führte und verschiedene Quellen auswertete. Es wurde festgestellt, dass die Beteiligten keine Erfahrung im investigativen Journalismus hatten und der Chefredakteur sich nur oberflächlich informierte. Bereits Mitte Dezember 2024 wurden erste Fehler begangen, als ungeprüft Vorwürfe verbreitet wurden, die später widerrufen wurden, aber dennoch online berichtet wurden.

ARD-DeutschlandTrend: Union und AfD fast gleichauf 150
18:00 Tagesschau Artikel

ARD-DeutschlandTrend: Union und AfD fast gleichauf 150

Union 26% (-3), AfD 24% (+3), SPD 16%, Grüne 11% (-1), Linke 10% (+1), BSW 4% (-1), FDP 4% (+1). Veränderungen zu März 2025.

Das große Personalpuzzle - Machtkampf bei den Grünen um nur wenige Posten 151
19:40 Tagesspiegel Artikel

Das große Personalpuzzle - Machtkampf bei den Grünen um nur wenige Posten 151

Am Dienstagnachmittag berichtet Irene Mihalic, Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, in der Fraktionssitzung, dass alle 85 Abgeordneten fristgerecht ihre präferierten Arbeitsbereiche für die nächste Legislaturperiode benannt hätten. Mehr als 80 Formulare mit Wünschen für Ausschüsse und Posten liegen vor. Während aus den Ministerien nun zahlreiche Minister und parlamentarische Staatssekretäre zurückkehren, wollen andere Grüne die Karriereleiter emporklettern. Die Anspannung steigt, die Rufe nach personeller Erneuerung werden lauter. Andreas Audretsch, Agnieszka Brugger, Konstantin von Notz sowie Julia Verlinden wollen ihre Posten behalten.

Wüstner (SPD) warnt vor Soldatenmangel
08:34 dpa Artikel

Wüstner (SPD) warnt vor Soldatenmangel

Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Andre Wüstner, hat die Verhandlungsgruppen von Union und SPD vor folgenschweren Planungsfehlern gewarnt. Er warnte, die Bundeswehr werde "implodieren", wenn kein signifikanter personeller Aufwuchs in den nächsten Jahren gelänge. Union und SPD sind sich nicht einig, ob und wie ein neuer Wehrdienst eingeführt werden soll. "Auf jeden Fall sollte man noch in diesem Jahr mit der von Boris Pistorius angedachten Erfassung und Musterung beginnen", forderte Wüstner.

Güler (CDU) fordert Vielfalt im Merz-Kabinett 139
09:35 Stern Artikel

Güler (CDU) fordert Vielfalt im Merz-Kabinett 139

Die CDU-Politikerin Serap Güler hat Friedrich Merz (CDU) aufgefordert, auch Menschen mit Migrationsgeschichte in sein Kabinett aufzunehmen. "Wir müssen es schaffen, dass uns gerade als konservative Partei mehr Menschen mit Migrationsgeschichte repräsentieren", sagte Güler dem Magazin "stern". "Ich hoffe sehr, dass ich nicht dieselbe Erfahrung beim Thema Migration machen muss, wie das bei der Frauenquote der Fall war", mahnte Güler weiter. Sie wies darauf hin, dass auch sie selbst mit Vorurteilen in der Partei kämpfen musste. In ihrem ersten Wahlkampf 2012 habe ein CDU-Mitglied zu ihr gesagt: "Ich fand ihre Vorstellung gut, aber ihr Name klingt nicht deutsch. Welchem Glauben gehören sie denn an?" Sie habe geantwortet, sie sei Muslima. Seine Gegenfrage sei gewesen: "Wann konvertieren sie denn?", erzählte Güler. Diese Szene werde sie nie vergessen.

Koalitionsgespräche gehen weiter
11:49 dpa Artikel

Koalitionsgespräche gehen weiter

Die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD sind am Donnerstag fortgesetzt worden. Spitzenverhandler der Parteien kamen in der SPD-Zentrale in Berlin an. Nach getrennten Vorbesprechungen sollten die gemeinsamen Verhandlungen den Tag über in wechselnden Runden und Konstellationen weitergehen. CDU-Vize Karin Prien war optimistisch. Man komme Schritt für Schritt voran. "Es ist mühsam im Detail, aber insgesamt gibt es den gemeinsamen Willen, jetzt wirklich in allen Politikbereichen zu guten Ergebnissen zu kommen."

Voigt für Ost-Erfahrung im Bund
16:05 dpa Artikel

Voigt für Ost-Erfahrung im Bund

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) drängt die künftige Bundesregierung, bei der Überwindung der Wirtschaftsflaute die Erfahrungen aus Ostdeutschland zu nutzen. "Es muss ein Impuls für Deutschland jetzt starten, mit niedrigen Steuern, mit weniger Bürokratie, vor allen Dingen mit einem klaren Fokus auf Fördern und Fordern", sagte er. Dabei "können viele Erfahrungen, die wir im Osten gemacht haben, bei der Transformation, bei der Veränderung, in den letzten 35 Jahren eine große Rolle spielen."

Lieferkettengesetz wohl erst 2028 141
14:38 ZDF Artikel

Lieferkettengesetz wohl erst 2028 141

Das Europaparlament hat den Weg für eine Verschiebung des europäischen Lieferkettengesetzes freigemacht. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte in Straßburg dafür, dass erste Regelungen des umstrittenen Vorhabens ein Jahr später in Kraft treten sollen. Die EU-Staaten müssen den Schritt nur noch abnicken. Die beiden Institutionen folgen einem Vorschlag der EU-Kommission, wonach erste Regeln 2028 gelten würden. Die Richtlinie soll aber auch inhaltliche geändert und vereinfacht werden. Eine breite Mehrheit stimmte für die Verschiebung der beiden Gesetze. 69 Abgeordnete stimmten dagegen, darunter die Linken und sowie mehrere Sozialdemokraten und Grünen. Zuvor hatten sich die Spitzen der Europäischen Volkspartei (EVP), der Sozialdemokraten, der Liberalen und der Grünen auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt.

  • die ersten Vorschriften des Gesetzes sollen erst ab dem 26. Juli 2028 gelten, ab 2029 voll
  • nicht mehr in ihrer gesamten Lieferkette die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards sicherstellen, sondern nur noch bei ihren direkten Zulieferern. Ein Nachweis dafür würde den Vorschlägen zufolge nicht mehr jährlich, sondern nur noch alle fünf Jahre fällig.

"Die heutige Abstimmung ist ein Ja zu mehr Zeit bis zur Anwendung, aber ein klares Nein zur Entkernung des EU-Lieferkettengesetzes", betonte hingegen die Grünen-Europaabgeordnete Anna Cavazzini. Sie kritisierte die Vorschläge der Kommission: "Umwelt- und Menschenrechtsverbrechen können nicht mehr verhindert werden, wenn die Unternehmen nur noch den ersten Zulieferer prüfen".

Schallkanonen: Umweltorganisationen fordern Ende von lautstarker Suche nach Öl und Gas im Meer 135
07:49 Deutschlandfunk Artikel

Schallkanonen: Umweltorganisationen fordern Ende von lautstarker Suche nach Öl und Gas im Meer 135

111 Umweltorganisationen rufen die internationale Staatengemeinschaft auf, bei der UNO-Ozeankonferenz im Juni ein sofortiges Verbot zu verhängen. Die Organisation OceanCare betonte, die Suchaktivitäten gehörten zu den intensivsten Lärmbelastungen in den Meeren. Die Erkundung des Meeresbodens mit Schallkanonen hätten schwerwiegende oder gar tödliche Auswirkungen auf die Meeresfauna, vom Plankton bis hin zu Walen. Gesunde Meere seien wichtig, unter anderem weil sie einen Teil der Wärme aufnähmen, die im Zuge des Klimawandels entsteht. Frankreich, Spanien und Portugal hätten die Suche nach neuen Öl- und Gasvorkommen bereits verboten, hieß es. Nun müsse ganz Europa Vorreiter sein.

Bundesweites Frühwarnsystem: Eichenprozessionsspinner 146, 147, 148, 149
17:49 dpa Artikel

Bundesweites Frühwarnsystem: Eichenprozessionsspinner 146, 147, 148, 149

Der Eichenprozessionsspinner gefährdet Bäume und kann bei Menschen schwere allergische Reaktionen auslösen - zur Abschätzung der Gefahr gibt es nun ein bundesweites Frühwarnsystem. Das vom Deutschen Wetterdienst (DWD) bereitgestellte Online-Tool "PHENTHAUproc"146 liefert auch Anhaltspunkte, wann welche Gegenmaßnahmen sinnvoll sind. Basis des Tools sind Temperaturdaten. Das Auftreten des Eichenprozessionsspinners in Mitteleuropa nimmt infolge der Klimaänderung seit Anfang der 1990er Jahre stark zu.